Aktuelles

Wenig Zeit dazwischen

Ein Tanztheater von Gerda Brodmann-Raudonikis
Premiere: 17. September 2020, 20.00 und 21.00 Uhr
Weitere Aufführungen: 18./19. September, 20.00 und 21.00 Uhr
Magnikirche Braunschweig

»Wie schnell doch die Zeit vergeht!«, »Das ist aber lange her!«, »Als wäre es gestern gewesen!«, »Die Zeit, sie rast…« – »Wenig Zeit dazwischen«: Ist das nun ein Ausdruck der Gehetztheit, weil der Termindruck mal wieder so hoch ist? Vergeht die Zeit also wieder einmal im Fluge? Oder scheint es uns, als wäre gestern gewesen, was tatsächlich länger schon zurückliegt?

2019 feierte Kunas Modernus e. V. sein zwanzigjähriges Bestehen – viel ist seitdem geschehen in der großen weiten Welt und direkt vor der Haustür. In all den Jahren ist sich Kunas Modernus e. V. immer treu geblieben: Laien und Profis, Alt und Jung, Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder traten in den inklusiven Crossover-Produktionen auf, lernten und profitierten von- und miteinander. Mal lagen die Themen der Stücke auf der sprichwörtlichen Straße, mal erwiesen sie sich erst im Nachhinein als äußerst aktuell, zuweilen waren sie geradezu prophetisch-visionär.

Nun widmet sich Kunas Modernus e. V. nach dem Crossover-Tanz- und Fußballstück »Wahre Liebe mit und ohne Ball« (2015), »Soweit die Füße tragen, so weit…« (2016), in dem sich Jung und Alt aus Allerherrenländer auf tänzerische Weise begegneten, »Urlaub für alle« (2017) und dem hoffnungsvoll-emanzipatorischen Stück »Herrliche Tage« (2018) einem gesellschafts-philosophischen Thema zu: der Zeit.

Regie/Choreografie: Gerda Brodmann-Raudonikis | Musikkomposition und Musikalische Leitung: Peter M. Glantz | Schlagzeug: Matthias Heiny | Fotografie: Uwe Brodmann

Giselle – verrückt nach Dir!

Ein Tanztheaterstück von Gerda Brodmann-Raudonikis
Premiere: 01. Oktober 2020 um 19:00 Uhr in der Magnikirche in Braunschweig
Weitere Aufführungen: 02./03. Oktober 2020, jeweils 19:00 Uhr, Magnikirche Braunschweig

Informationen zum Stück

Durch die Inszenierung von Prinzenrolle/Hamlet hat die AMBETgroup Blut geleckt; so versucht sie sich auch an anderen klassischen Stoffen; dabei kam Giselle in den Fokus der Company. Seit 1835 wird der Stoff von Heinrich Heine von unterschiedlichen Choreografen immer wieder neu interpretiert. Die AMBETgroup strebt nach neuen Formen zu altem Inhalt. In einer Mischung aus klassischem Ballett, Performance und modernem Tanz entsteht eine zeitgenössische Tanzversion dieses beliebten, aber anspruchsvollen Stückes. Der Auftrittsort Kirche nimmt Einfluss auf das Stück – die Kulisse des mittelalterlichen Kirchenraumes gemischt mit Nachkriegsarchitektur ist die inspirierende Quelle für das Ensemble.

Zur Unterstützung von Giselle werden echte »Giselas« gesucht, die interaktiv aus dem Zuschauerraum mitwirken. Sie verbinden den historischen Stoff mit dem Liebesleid heutiger Giselas im Zeitalter von Facebook, Instagram, Parship und Co. Im Gegensatz zu vielen historischen Aufführungen strebt die Ambetgroup nach einem gemässigten Happyend dieser eigentlich tragischen Geschichte.

Regie/Choreografie: Gerda Brodmann-Raudonikis | Musikkomposition: Peter M. Glantz | Kostüme: Eva-Maria Huke | Fotografie: Uwe Brodmann

JURI – der Traum vom Fliegen oder in 108 Minuten um die Welt

Eine choreographische Arbeit von Gerda Brodmann-Raudonikis
Premiere: 22. April 2021 um 20 Uhr im LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, Braunschweig
Weitere Aufführungen: 23. April 2021 um 11 Uhr und 24. April 2021 um 20 Uhr

Informationen zum Stück

Manchmal reicht ein Kindheitserlebnis, und ein Held ist geboren … In die Zeit des Krieges fällt ein prägendes Erlebnis: Ein Kind sah, wie ein sowjetischer Jagdflieger in seiner Nähe landete, um einen anderen notgelandeten Flieger mitzunehmen und so vor deutscher Gefangenschaft zu retten. Der Blick von außen auf die Welt, die Erde als Kugel zu sehen, ist ihm als ersten Menschen gelungen – Juri Gagarin. Trotz vieler Hindernisse und Umwege doch konsequent sein Ziel verfolgend, gelang es ihm im Alter von nur 27 Jahren Kosmonaut zu werden. Dabei war er kein Draufgänger, Karrierist oder Überflieger, nein, er zeichnete sich durch Bescheidenheit und ein ruhiges und sympathisches Wesen aus; lautes ellenbogenhaftes Verhalten war ihm fremd. Nach seinem Höhenflug als erster Mensch im Weltraum ist er auf dem Boden geblieben – auch im übertragenden Sinne, denn er setzte seine durch den Raumflug unterbrochene Ausbildung zum Piloten fort. Trotzdem wurde zur lebenden Legende. Im Alter von nur 34 Jahren kam er bei einem Übungsflug ums Leben. Heute könnte seine Art, mit einer so spektakulären Leistung bescheiden umzugehen, für viele Stars und Helden ein Beispiel sein und uns vor lauten Schaumschlägern und Knalltüten bewahren.

Die esistso!company hatte sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Phänomenen beschäftigt. Nach vielen Gesprächen und intensiven Recherchen wendet sich die Company nun drängenden sozialen Themen zu, sie wagt ein Experiment und holt Juri zu uns auf die Bühne.

Nun, oder schon ist es 60 Jahre her, dass der erste Mensch durch den Weltraum flog und den Begriff vom blauen Planeten schuf. Im Frühjahr 2020 ist der blaue Planet von einer Pandemie bedroht! Das Konzept für die Produktion muss umgestellt werden. Um einen Stillstand zu vermeiden müssen die Choreographin und die Company neue Wege gehen. Die Proben über Skype, Zoom und Co. ermöglichen trotz Kontaktverbot einen Zusammenhalt der Gruppe, der gerade in dieser Zeit notwendig ist. Dabei werden mit einzelnen Tänzern die Szenen mit den dafür vorgesehenen Requisiten erarbeitet. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Geographie/Navigation im Tanzraum, um später auf der Bühne die einzelnen Figuren zu einer Gesamtchoreographie zusammenzuführen. Ob Koffer oder Bänder, Bälle oder Papierbahnen – die Tänzerinnen und Tänzer der esistso!company entdecken mit ihren Requisiten physikalische Phänomene und soziale Themen. Bildhafte Sequenzen setzen einen Strom von Assoziationen frei, die jeder Zuschauer für sich frei interpretieren kann.

Seit elf Jahren arbeitet die Choreografin und Regisseurin Gerda Brodmann-Raudonikis mit der esistso!company der Lebenshilfe Braunschweig und entwickelt Tanztheaterstücke, die zu einem festen Bestandteil der Braunschweiger Kulturszene geworden sind. Die Company besteht aus neun Menschen mit Beeinträchtigung. Die meisten Teilnehmer, vier Frauen und fünf Männer, sind seit der Gründung der Gruppe dabei. Unterstützt wird die Company von einer Tänzerin und einer Sängerin sowie speziell für das Stück komponierter Musik.

esistso!company: Kadir Akyüz, Stephanie Baum, Stefan Bogdoll, Gabriele Daskiewicz, Linda Rohloff, Stefan Rümmler, Kathrin Schrader, David Somrei, Francesco Zanotti

Regie/Choreografie: Gerda Brodmann-Raudonikis | Musikkomposition: Peter M. Glantz | Kostüme: Eva-Maria Huke | Fotografie: Uwe Brodmann

Unsere letzten Projekte

WANDLUNG (2020)
esistso!company | Eine choreografische Arbeit von Gerda Brodmann-Raudonikis

Wir wollen uns ändern, damit wir bleiben wie wir sind! Gerade in Zeiten extremer Werteverschiebungen und Verwerfungen ist es wichtig einen inneren Kompass zu haben und zu bewahren, um auch bei wechselnden Winden auf Kurs zu bleiben. Themen wie Klimawandel und Zuwanderung beschäftigen, bedrücken uns … mehr

PRINZENROLLE (2019)
AMBETgroup | Ein Tanztheaterstück von Gerda Brodmann-Raudonikis

Schon bei Hamlet, im Staate Dänemark, finden sich Belege für das orientierunglose Handeln einzelner Figuten. Heute ist es schwieriger denn je mit klarem Blick seine Position, seinen Weg zu finden. Nachrichten aus aller Welt, soziale Medien – eine Informationsflut, die es schwer macht zu entscheiden, was wahr und nicht wahr ist. mehr

ICH DAS GLÜCK (2019)
Eine choreografische Arbeit von Gerda Brodmann-Raudonikis

In der Hektik des Alltags verloren, unabsehbar wann und wo es wiederkommt, manchmal scheint es auch nur kurz auf und wir bemerken es nicht einmal… Ob unscheinbar und klein oder unglaublich groß, wir wünschen uns alle, es zu haben, von dem wir doch lediglich rückblickend sagen können, dass wir es hatten – Glück. mehr

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